Krankenversicherung für Selbstständige: gesetzlich oder privat

Als Selbstständige hast du keine automatische Absicherung über einen Arbeitgeber. Du entscheidest selbst, ob du gesetzlich bleibst oder privat versicherst, wie du Krankengeld regelst und wie du Beitragsschwankungen einplanst.

Gesetzlich oder privat: die Logik dahinter

In der GKV regeln Gesetze den Leistungskatalog, in der PKV regelt ihn dein Tarif. Daraus folgt alles Weitere.

Gesetzliche Krankenversicherung

  • Mitgliedschaft: Viele Selbstständige sind freiwillig gesetzlich versichert, einige Gruppen pflichtversichert.
  • Beitrag: Grundlage ist dein beitragspflichtiges Einkommen, nicht der Umsatz. Die Kasse stuft oft vorläufig ein und rechnet mit dem Steuerbescheid ab. Daraus entstehen Nachzahlungen oder Erstattungen.
  • Krankengeld: nur mit einem Beitragssatz oder einer Tarifoption, die Krankengeld einschließt, und ab einem festgelegten Tag.
  • Familie: Familienversicherung ist möglich, bei hauptberuflicher Selbstständigkeit aber oft eingeschränkt.
  • Unterlagen: Steuerbescheid und Gewinnermittlung sind die wichtigsten Belege.

Private Krankenversicherung

  • Vertrag: Du legst Leistungen fest, etwa ambulant, stationär, Zahn, Psychotherapie, Reha.
  • Beitrag: richtet sich nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Tarif, nicht nach deinem Einkommen. Er fällt in schwachen Monaten nicht mit dem Gewinn.
  • Alterungsrückstellungen: werden aufgebaut, damit Beiträge im Alter nicht allein wegen des Risikos steigen. Beitragsanpassungen gibt es trotzdem.
  • Familie: Kinder brauchen in der Regel eigene Verträge, eine kostenlose Familienversicherung gibt es nicht.
  • Krankentagegeld: musst du separat regeln, es ist nicht automatisch dabei.

Fünf Fragen vor dem Wechsel in die PKV

Damit du keine Bauchentscheidung triffst, sondern Fakten sortierst.

Status klären
Darfst du überhaupt in die PKV, und welche Folgen hätte das für einen späteren Rückweg? Diese Systemfrage klärst du vor dem Tarifvergleich.
Leistungsbedarf definieren
Welche Bereiche sind dir wichtig: ambulant, stationär, Zahn, Psychotherapie, Reha? In Klartext aufschreiben.
Selbstbeteiligung realistisch wählen
Nur Beträge, die du im Jahr ohne Stress zahlen kannst, auch in einem schlechten Umsatzmonat.
Beitragslogik verstehen
Beitragsanpassungen, Alterungsrückstellungen und Entlastungsoptionen im Alter, zum Beispiel Tarifwechselrechte im Unternehmen.
Verdienstausfall regeln
Wie überbrückst du Krankheit finanziell? Als Selbstständige brauchst du oft früher Geld, weil es keine Lohnfortzahlung gibt.

Welcher Tagessatz schließt deine Lücke?

Krankentagegeld zahlt pro Kalendertag. Den Tagessatz leitest du aus deiner Monatslücke ab, den Starttag aus deiner Rücklage.

1.800 € mtl.
600 € mtl.
0 € mtl.
3.000 €

Netto gedacht, Beträge im Monat. Die Rücklage als Gesamtbetrag.

Typische Situationen, die über die Einordnung entscheiden

Dieselbe Frage, vier Antworten.

  • Du gründest, der Gewinn ist noch unklarDann ist zentral, wie die Kasse dich vorläufig einstuft und welche Unterlagen du lieferst, damit die Einstufung realistisch bleibt.
  • Du bist zusätzlich angestelltDann hängt die Versicherungspflicht daran, ob die Selbstständigkeit als hauptberuflich gilt. Das beeinflusst auch die Familienversicherung.
  • Du hast Familie oder planst KinderIn der PKV brauchen Kinder eigene Beiträge. In der GKV kann die Familienversicherung ein starker Faktor sein, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Dein Einkommen schwanktIn der PKV zählt, ob du Beiträge auch in schwachen Monaten sicher trägst. In der GKV lohnt eine Rücklage für Nachforderungen nach dem Steuerbescheid.
Angelina Römisch erklärt einem Kunden am Schreibtisch die Vertragsbedingungen

Unabhängig, bundesweit, auf Augenhöhe

Ich bin an keine Versicherungsgesellschaft gebunden und berate dich frei und ehrlich. Mein Anspruch: Beratung auf Augenhöhe und Vertrauen statt Verkaufsdruck. Du verstehst die Bedingungen und entscheidest ohne Druck.

Ich bin für dich da, bundesweit per Telefon oder Online-Meeting. Als zweifache Mutter und Selbstständige weiß ich, wie sich Verantwortung anfühlt, und warum eine stabile Absicherung keine Kür ist, sondern Basis-Sicherheit.

Angelina Römisch, unabhängige Versicherungsmaklerin (Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-KEE6-CR6IW-92). Im Innendienst: Christina Hartung und Elisabeth Felinger.

  1. Existenz-Check oder Erstgespräch

    Du beantwortest sieben kurze Fragen in zwei bis drei Minuten, oder du buchst direkt ein Erstgespräch. Kostenlos, ohne Abschlusszwang.

  2. Deine Zahlen klären

    Fixkosten, Einkommen, vorhandene Verträge und deine Tätigkeit in Klartext. Daraus folgt, was du absichern musst, nicht aus dem Bauchgefühl.

  3. Bedingungen lesen

    Wir vergleichen Angebote am Markt nach den Stellen, die im Leistungsfall entscheiden, und erklären sie dir in normalem Deutsch.

  4. Antrag und Betreuung

    Antrag sauber dokumentiert, danach bleiben wir Ansprechpartnerinnen: bei Fragen, im Leistungsfall und wenn sich dein Leben ändert.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet. Alles Weitere klären wir im Gespräch.

Muss ich mich als Selbstständige gesetzlich versichern?

In der Regel bist du nicht automatisch pflichtversichert, sondern schließt eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV ab oder wählst die PKV. Es gibt Ausnahmen, etwa wenn eine andere Pflichtversicherung greift.

Wie berechnet die Krankenkasse meinen Beitrag?

Nach deinem beitragspflichtigen Einkommen, meist dem steuerlichen Gewinn. Die Kasse setzt den Beitrag oft vorläufig fest und rechnet endgültig ab, sobald der Steuerbescheid vorliegt.

Bekomme ich als Selbstständige Krankengeld?

Nur, wenn du einen Beitragssatz oder eine Tarifoption gewählt hast, die Krankengeld einschließt, und erst ab dem im Tarif festgelegten Tag. Die Lücke bis dahin kann ein Krankentagegeld schließen.

Kann ich von der PKV zurück in die GKV?

Oft nur eingeschränkt und an Regeln gebunden, besonders wenn du lange privat versichert oder älter bist. Deshalb klären wir die Systemfrage, bevor wir Tarife vergleichen.

Brauche ich in der PKV zusätzlich Krankentagegeld?

Ja, in der privaten Krankenversicherung musst du Krankentagegeld separat regeln. Starttag und Tagessatz leiten wir aus deiner Monatslücke ab.

Kostet mich der Existenz-Check etwas?

Nein. Der Check und die erste Einschätzung sind für dich kostenlos und unverbindlich. Es gibt keinen Abschlusszwang. Ob und wie du nach der Einschätzung weitermachst, entscheidest allein du.

Berät Queensservices nur in der Region?

Nein. Ich bin für dich da, bundesweit per Telefon oder Online-Meeting. Gerne stimme ich gemeinsam mit dir einen geeigneten Termin ab.

Was schützt dein Einkommen wirklich?

Starte den kostenlosen Existenz-Check in zwei bis drei Minuten. Im Anschluss bekommst du eine persönliche Einschätzung, was für dich wirklich sinnvoll ist. Oder du buchst gleich ein Erstgespräch.